Informationen über das Museum

 

Vor der Einfahrt ins Bauernhof-Museum grüßt den Besucher die Holzfigur von „Palangos Juzė“ (die beliebte Person aus einer Erzählung von M. Valančius). Das ist ein Werk von dem Volkskünstler V. Majoras (errichtet 1972, restauriert 2007). Im Jahre 2008 wurde auch der M. Valančius-Dachpfahl im Bauernhof renoviert. Im Laufe von 1997–2006 entstanden auf dem Bauernhof-Museum sieben neue monumentale Eichenholzskulpturen, die von den Volkskünstlern aus Kretinga-Bezirk stammen. Die erste wurde von dem Volkskünstler aus Salantai L. Ruginis ausgeschnitten. Sie versinnbildlicht die aufklärende Tätigkeit von M. Valančius. Später entstandene Holzskulpturen sind: zum Andenken an den Volksaufstand gegen das Zarenregime von 1831 und 1863 (Aut. A.Viluckis), dem Dorf Nasrėnai gewidmet (Aut. S. Žiubrys), zur Erinnerung an die Tätigkeit M. Valančius‘s für Ernüchterung des Volkes (Aut. G.Staškauskas). Der Volkskünstler A. Skiesgila verkörperte im Holz die Personen von beliebten Erzählungen „Mikė Melagėlis“ (Der Schelm Mike) und „Guvus Vincė“ (Geschickter Vince). Von ihm stammt auch Skulptur-Wegweiser und 2006 errichtete Holzskulptur zum Ehren des Kartoffels – „200 Jahre dem Kartoffel in Žemaitija“.

 

Auf der anderen Seite der Landstraße, dem Bauernhof gegenüber, wurde 1995 der Eichenwald Namens M. Valančius gelegt (200 junge Eichen). Davor steht ein Holzkreuz – das Werk vom Volkskünstler R. Puškorius aus Kretinga. Im Eichenwald richtet sich die Figur des Bischofs von Žemaitija Motiejus Valančius aus dem weißen Stein gehaut empor (Bildhauer K. Balčiūnas, Architektor E.Giedrimas). Die materielle Unterstüzung kam von der Regierung der Republik Litauen und 40 000 Lt hat der Auswanderer aus Nasrėnai S. Vaičius geopfert. Er hat in Chicago gelebt und ist 2003 verstorben. Die Errichtungsarbeiten führte das Amt Kūlupėnai der  Selbstverwaltung von Kretinga.

 

Auf den Beschluss Nr. T2-44 des Rates der Selbstverwaltung von Kretinga vom 28.01.2010 wurden die Eintrittspreise ins Museum der Geburtsort vom Bischof Motiejus Valančius festgelegt:

 

Museumbesuch:

Erwachsene – 0,87 € ; 3 Lt
Schüler, Auszubildende, Studenten – 0,58 €; 2 Lt
Pensionierte – 0,58 €; 2 Lt
Für Behinderte, Personen mit 45 % Verlust der Arbeitsfähigkeit, die Zöglinge der Kinderheime und Vorschulkinder – Eintritt frei
Führung im Museum und duch das Gelände des Bauernhofes (1 Stunde):
Erwachsene – 4,34 €; 15 Lt
Schüler – 2,90 €; 10 Lt

Kuriem Biographie von Motiejus Valančius

Motiejus Valančius, der Sohn von Mykolas und Ona Valančius’s war das vierte Kind in der Familie. Er wurde am 28. Februar 1801 im Dorf Nasrėnai, Kirchspiel Salantai, Bezirk Telšiai geboren. Motiejus Valančius besuchte die Dominikaner-Schule in Žemaičių Kalvarija (1816–1821), später studierte in Priesterseminarien in Varniai (1822–1824) und Vilnius (1824–1828). Am 1. September wurde im Dom von Vilnius eingeweiht. Er war als Kaplan in den Schulen von Mozyrius (jetzt Gomel-Gebiet, Weißrußland) und Kražiai (1834–1840) tätig, bekleidete Amt des Professors in den Geistlichen Akademien in Vilnius (1840–1842) und Sankt-Petersburg (1842–1844). Seit dem 1845 bis zum 1850 war Rektor des Priesterseminariums in Varniai. 1850–1875 unterstand ihm das Bischofstum von Žemaiten. Der Bischof ist am 17. Mai 1875 gestorben und in Kaunasser Dom – Basilicum beigesetzt. Im Laufe von 25 Jahren hat der Bischof Valančius 550 Seminaristen zu Priestern eingeweiht, über 900 000 Kinder konfirmiert, ließ 49 Kirchen bauen. Als Bischof vom Land Žemaitija machte er sich Sorgen um Gründung der litauischen Kirchspiel-Schulen, kleinen Bibliotheken, Buchhandlungen. 1858 inspirierte er Aktion der Nüchterheit: in der Zeit von fast zwei Jahren wurde das Konsum des Alkohols unter den Litauer um achtmahl gesunken. Wehrend des Verbots des litauischen Schrifttums (1864–1904) organisierte er die Ausgabe der Bücher in lateinischer Schrift und koordienierte die Tätigkeit der Buchträger. Motiejus Valančius verfaßte ca. 50 Bücher, darunter: „Žemaičių vyskupystė“, 2 Teile, „Kantičkos“, „Vaikų knygelė“, „Paaugusių žmonių knygelė“, „Palangos Juzė“, „Pasakojimas Antano Tretininko“ u. a. Er gilt als Anfänger der litauischen schöngeistigen Literatur, als erster Kinderschriftsteller, Verbreiter des pädagogischen Denkens, als erster Litauer, der das Leben der Heiligen beschrieben hat. 1999 fand im Museum die Erstaufführung des Scheunen-Theaters statt. Seit 1994 werden im Museum feierliche Lesungen der Werke von Motiejus Valančius organisiert.

 

Übersetzt L. Citavičiūtė